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ROICA Elastane: Wirklich besser oder Greenwashing?
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Du liest inzwischen Etiketten. Du kennst deine Fasern und meidest Polyester, wo du kannst. Und dann drehst du eine „nachhaltige" Leggings um und liest es doch wieder: Elasthan. Nur heißt es jetzt ROICA™ – biologisch abbaubar, zertifiziert, besser. Aber stimmt das? Oder ist das nur weiteres Greenwashing um denselben Kunststoff?
ROICA ist keine Alternative zu Elasthan. ROICA ist Elasthan – eine Markenfamilie von Stretchfasern des japanischen Unternehmens Asahi Kasei. Die eigentliche Frage lautet, ob bestimmte ROICA-Grades herkömmliches Elasthan wirklich verbessern.
Ich habe mich durch die Zertifikate, Abbautests und die Chemie gewühlt – denn wir verwenden ROICA in unserer eigenen Activewear, und ich möchte, dass du ganz genau weißt, warum.
Key Takeaways
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ROICA ist Elasthan. Keine Naturfaser, kein kunststofffreier Ersatz. Nach EU-Recht heißt die Faser auf Deutsch übrigens „Elasthan".
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ROICA™ V550 baut in mikrobiologisch aktivem Boden schneller ab als herkömmliches Elasthan. Aber Asahi Kasei sagt selbst, dass ein vollständiger Abbau nicht nachgewiesen ist.
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ROICA™ EF ist die recycelte Version, teils aus vorindustriellem Material (Produktionsabfall), nicht aus getragener Kleidung.
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V550 trägt ein Cradle to Cradle Gold-Zertifikat für Materialgesundheit. Wertvoll, aber nicht dasselbe wie eine vollständige Cradle-to-Cradle-Produktzertifizierung.
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Kein Stretchgarn ist heute gleichzeitig vollständig biologisch abbaubar, kunststofffrei und leistungsstark. Jede Wahl ist ein Kompromiss, und ich zeige dir, wie wir ihn abwägen.

Warum dieser Vergleich auf einem Missverständnis beruht
Nach der EU-Textilkennzeichnungsverordnung 1007/2011 ist „Elasthan" die einzige zugelassene deutsche Bezeichnung für diese Faser: ein synthetisches Polymer, das zu mindestens 85 % aus segmentiertem Polyurethan besteht. „Elastan" ohne h ist die italienische Schreibweise, und wer „Lycra" allein aufs Etikett schreibt, riskiert sogar eine Abmahnung, denn das ist ein Markenname, keine Faserbezeichnung. Und ROICA? Das ist Asahi Kaseis Markenfamilie von Elasthan-Grades, mitten in genau dieser Kategorie. (In den USA heißt dieselbe Faser übrigens „Spandex" und wird dort gern als nachhaltige Alternative verkauft, obwohl sie zur selben Kategorie gehört.)
„ROICA-Stoff" ist also in Wahrheit ein Gemisch, dessen Stretch-Komponente eine gebrandete Polyurethanfaser ist. Der ehrliche Vergleich lautet nicht: Elasthan gegen ein anderes Material. Sondern: herkömmliches Elasthan gegen bestimmte ROICA-Grades, die einzelne Dinge besser machen. Und diese Unterscheidung ändert alles daran, wie du Nachhaltigkeitsversprechen liest.
Was herkömmliches Elasthan leistet – und wo es versagt
Fairerweise zuerst das, was Elasthan gut kann: In Sachen Rückstellkraft macht ihm keine andere Faser etwas vor. Schon wenige Prozent dieses Stretchgarns geben einem Stoff die Elastizität, die für Rückstellkraft, Kompression und Passform sorgt, und zwar so, wie es Baumwolle, Wolle oder TENCEL™-Strick allein nie hinbekommen. Genau deshalb steckt es in Leggings, Sport-BHs, Bademode, Socken und Jeans.
Die Nachteile von Elasthan
Die Probleme ziehen sich durch den gesamten Lebenszyklus:
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Fossil und energieintensiv. Herkömmliches Elasthan entsteht aus erdölbasiertem Polyurethan, nicht aus nachwachsenden Rohstoffen.
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Es blockiert das Recycling. Schon 5 % Elasthan in einem Kleidungsstück bringen das Faser-zu-Faser-Recycling durcheinander. Eine Studie in Green Chemistry (2023) zeigt zwar, dass sich Elasthan im Labor chemisch aus Gemischen herauslösen lässt. Vielversprechend, aber von deiner Altkleidertonne noch weit entfernt.
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Es baut nicht ab. Herkömmliches Elasthan ist nicht dafür gemacht, sich unter normalen Entsorgungsbedingungen biologisch abzubauen. Im Netz liest du oft „200 Jahre". Für diese Zahl habe ich keine belastbare Primärquelle gefunden, also wiederhole ich sie nicht. Ehrlich ist: Auf der Deponie bleibt es praktisch dauerhaft liegen.
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Es ist Synthetik direkt auf der Haut. Wie andere synthetische Fasern, die die Hautgesundheit beeinflussen können, atmet es nicht. In Gemischen trägt es zur Mikroplastikverschmutzung bei, die du im Alltag besser vermeidest. Der größte Teil des Faserabriebs kommt allerdings vom dominierenden Polyester, das tatsächlich Kunststoff ist.

Was ist ROICA-Elastan?
ROICA ist nicht eine Faser, sondern eine ganze Reihe von Elasthan-Grades, jeder mit anderen Eigenschaften: Chlorbeständigkeit für Bademode, Geruchskontrolle, Feuchtigkeitsmanagement, Weichheit. Für die Nachhaltigkeitsfrage zählen vor allem zwei Grades, und die werden von Marken gern in einen Topf geworfen. Lass dich davon nicht täuschen.
ROICA™ EF: Das recycelte Elasthan
ROICA EF nutzt Garnabfälle aus der Produktion als Teil seines Rohstoffs. Première Vision berichtet von einem GRS-zertifizierten Grade mit 58 % vorindustriellem Anteil. Das spart fossilen Neurohstoff, und das schätze ich wirklich. Aber recyceltes Elasthan aus Produktionsverschnitt ist etwas anderes als das Recycling getragener Kleidung. Und wie ich bei meiner Recherche zu recyceltem Polyester gelernt habe, sagt „recycelt" für sich allein noch nichts über biologische Abbaubarkeit oder chemische Sicherheit aus.
ROICA™ V550: Das abbaubare
V550 ist der Grade hinter den Schlagzeilen zum „biologisch abbaubaren ROICA". Er ist so gebaut, dass er unter bestimmten Testbedingungen schneller abbaut als normales Elasthan. Prüfungen nach ISO 14855-1 zeigen rund 35 % Abbau nach 270 Tagen.
Und an dieser Stelle bin ich bei meiner Recherche hängengeblieben: Der Hersteller ist vorsichtiger als die Marken, die das Garn verkaufen. Asahi Kaseis eigene Produktseite spricht ausdrücklich nur von teilweisem Abbau. Ein vollständiger Abbau ist nicht nachgewiesen. Wenn du also liest, V550 „verschwinde in zwei Jahren", dann stimmt das nicht. Und genau hier klafft im deutschen Markt eine Lücke: Ich sehe Shops, die V550 als „100 % kreislauffähig und biologisch abbaubar" oder „vollständig biologisch abbaubar" anpreisen. Das geht über das hinaus, was der Hersteller selbst belegt. Schneller Teilabbau unter Laborbedingungen ist echter Fortschritt, keine Frage. Aber „vollständig biologisch abbaubar" hat sich bisher niemand verdient. Nach den EU-Vorgaben gegen Greenwashing müssen Umweltaussagen belegt und konkret sein, und eine Leggings mit 15–25 % V550 in Polyester ist von „vollständig abbaubar" meilenweit entfernt.
Herkömmliches Elasthan, ROICA EF und ROICA V550 im direkten Vergleich
|
Kriterium |
Herkömmliches Elasthan |
ROICA™ EF |
ROICA™ V550 |
|---|---|---|---|
|
Faserkategorie |
Segmentiertes Polyurethan |
Elasthan |
Elasthan |
|
Hauptverbesserung |
keine (Basis) |
vorindustrieller Recyclinganteil |
beschleunigter Abbau in bestimmten Tests |
|
Kunststofffrei |
Nein |
Nein |
Nein |
|
Vollständig biologisch abbaubar |
Nein |
nicht belegt |
nicht nachgewiesen – nur teilweise |
|
Nachweis Materialgesundheit |
herstellerabhängig |
OEKO-TEX® Standard 100 Klasse I (gradespezifisch) |
Cradle to Cradle Gold-Zertifikat für Materialgesundheit |
|
Über die Altkleidertonne recycelbar |
Nein |
Nein |
Nein |
Ist ROICA weniger schädlich als herkömmliches Elasthan?
Hier widerspreche ich beiden Seiten: den Panikmachern genauso wie den Marketingabteilungen.
Du kennst bestimmt die viralen Behauptungen: Leggings bringen den Hormonhaushalt durcheinander, BPA sorge fürs Feuchtigkeitsmanagement, Weichmacher machten den Stoff dehnbar. Mir liegen Schadstoffe in Kleidung am Herzen, dafür gibt es Orbasics. Und gerade weil mir das wichtig ist, wiederhole ich keine Behauptungen, die die Studienlage nicht deckt. Der Stretch entsteht durch die Polyurethan-Struktur, nicht durch Weichmacher. BPA wurde in einzelnen Kleidungsstücken als Rückstand gefunden, nicht als Funktionsbestandteil. Und keine Studie, die ich gefunden habe, belegt, dass normale Leggings beim Tragen Fortpflanzungskrankheiten auslösen.
Was dagegen stimmt: Ein fertiges Kleidungsstück kann schädliche Substanzen enthalten, die mit der Grundfaser gar nichts zu tun haben, etwa Azofarbstoffe, Plastisol-Drucke, antimikrobielle Veredelungen und PFAS. PFAS stecken in manchen Textilien, um sie wasser-, öl- und schmutzabweisend zu machen. Ich habe PFAS in Sportkleidung ausführlich behandelt. Aber sie sind nicht in jeder Leggings, und in der EU greifen über die REACH-Verordnung nach und nach PFAS-Beschränkungen. Schweiß, Wärme und Reibung können bei manchen Stoffen die Freisetzung erhöhen, und das ist relevant, wenn du mit textiler Dermatitis zu tun hast. Aber die Belastung hängt von der konkreten Substanz ab, sie ist keine pauschale Eigenschaft von „Synthetik".
Ist ROICA also sicherer? V550s Gold-Zertifikat für Materialgesundheit heißt, dass die Chemie nach den Kriterien von Cradle to Cradle bewertet wurde. Das ist deutlich mehr Transparenz, als die meisten herkömmlichen Elasthane bieten. EFs OEKO-TEX® Standard 100 Klasse I bedeutet, dass die zertifizierte Faser gegen über 1.000 schädliche Chemikalien getestet wurde, und zwar auf der strengsten Stufe, der für Babyprodukte. Das ist echt etwas wert. Aber denk an das, was ich zu Zertifikaten immer sage, egal ob bei OEKO-TEX® vs. GOTS oder bei GOTS-zertifizierter Kleidung: Eine zertifizierte Faser zertifiziert noch lange nicht die Farbstoffe, Drucke und Applikationen im fertigen Kleidungsstück. Frag Marken deshalb nach dem Zertifikat fürs Endprodukt, nicht nur nach dem Faser-Logo. „Schadstoffarm" ist bei Orbasics ein redaktioneller Anspruch, keine Rechtskategorie. Und genau deshalb zählt der Papierkram.

Was ist eine Alternative zu Elasthan?
Wenn du nachhaltigen Stretch ohne herkömmliches Elasthan suchst, hier mein ehrlicher Überblick über die Optionen, und wofür sich jede eignet:
Mechanischer Stretch. Clevere Strickkonstruktionen und gezwirnte Garne erzeugen einen moderaten Stretch allein aus natürlichen Elementen, auch aus Bio-Baumwolle. Schön für Alltagskleidung, aber für Kompressions-Activewear reicht die Rückstellkraft nicht.
Naturkautschuk. Stretchgarne aus nachwachsenden Rohstoffen zeigen echtes Potenzial in Jeans, Socken und ausgewählten Stricken. Für chlorreiche Bademode oder hohe Kompression aber noch nicht bewiesen.
Biobasiertes Elasthan. Teils pflanzlich, das senkt den fossilen Anteil. Es bleibt aber Polyurethan und ist nicht zwingend biologisch abbaubar. Im Auge behalten, aber dem Hype noch nicht glauben.
Recyceltes und abbaubares Elasthan. ROICA EF und V550, womit wir wieder am Anfang wären: Aktuell sind sie die glaubwürdigste nachhaltige Lösung innerhalb der Elasthan-Kategorie, aber eben kein Ausweg aus ihr.
Keine dieser Optionen gewinnt auf ganzer Linie. Das ist keine Ausrede, sondern schlicht der Stand der Textilindustrie 2026.

Warum unsere neue Activewear TENCEL™ mit ROICA™ verbindet
Jetzt sage ich dir, wo ich persönlich gelandet bin, denn genau diese Entscheidung haben wir für unsere kommende Orbasics-Activewear getroffen: 85 % TENCEL™ Lyocell, 15 % ROICA™.
Nach allem, was ich recherchiert habe (was TENCEL™ eigentlich ist, wie es sich gegen Polyester schlägt, Lyocell vs. Viskose), ist TENCEL™ für mich die beste Grundfaser für Sportkleidung, die es aktuell gibt. Richtig zertifiziert, entsteht es in einem geschlossenen Kreislauf mit 99,8 % Lösungsmittel-Rückgewinnung. Es ist atmungsaktiv, weil es eine cellulosische Faser natürlichen Ursprungs ist, und auf Faserebene biologisch abbaubar. Dazu hält es die synthetische Oberfläche auf deiner Haut klein, also deutlich weniger Mikroplastik-Kontakt als bei einer reinen Polyester-Leggings. Und das Tragegefühl: gerade im Sommer diese kühle, weiche Haptik, die kein Stoff, den ich fürs Schwitzen getestet habe, erreicht.
Aber ich tue nicht so, als könnte Cellulose allein leisten, was Activewear verlangt. Reine Naturfaser-Leggings beulen schon am dritten Tragetag an den Knien aus. Für echte Rückstellkraft, dieses sanft haltende Kompressionsgefühl, das den meisten natürlichen Sportsachen völlig fehlt, brauchst du nun mal Elasthan. Also haben wir die Version mit den bestbelegten Nachweisen gewählt. Unser Gemisch trägt dich durch Yoga, Pilates, Spaziergänge, Reisen und ja, auch intensive Workouts: leicht, weich, atmungsaktiv, sanfter zu empfindlicher Haut und ganz ohne das Einzwängen von Hochkompressions-Gymwear. Es ist kein perfektes Kleidungsstück. Ein perfektes gibt es nicht. Aber es ist das ehrlichste, das ich zu machen weiß, und Ehrlichkeit ist der Maßstab, an dem ich alles messe.
Internationale Entwicklungen und Trends
Der Druck für bessere Stretchfasern wächst, vor allem aus Europa. Die EU-Textilstrategie treibt den Digitalen Produktpass voran, dazu Regeln zur Mikroplastik-Freisetzung und die Herstellerverantwortung für Textilabfälle. Seit Februar 2026 schränken neue EU-Regeln außerdem die Vernichtung unverkaufter Kleidung ein. Für Deutschland heißt das ganz konkret: Über REACH und die kommende Ökodesign-Verordnung müssen Marken zunehmend belegen, was sie behaupten. Meine Prognose: „Welcher Elasthan-Grade, und wo ist das Zertifikat?" wird bald eine Frage, der Marken nicht mehr ausweichen können.

Fazit: Besseres Elasthan ist immer noch Elasthan
Im Vergleich Elasthan vs. ROICA entkommt ROICA der Elasthan-Kategorie nicht, es verbessert sie. EF senkt den fossilen Neurohstoff durch vorindustrielles Recycling, V550 baut unter bestimmten Bedingungen schneller ab als herkömmliches Elasthan, belegt durch ein Gold-Zertifikat für Materialgesundheit. Aber kunststofffrei oder vollständig biologisch abbaubar macht keines von beiden ein Kleidungsstück. Jede Marke, die etwas anderes verspricht, verspricht zu viel: dir gegenüber und dem Planeten gegenüber.
Mein Rat? Du musst keine Textilchemikerin werden, es reicht eine kleine Gewohnheit: Wenn eine Marke „ROICA" sagt, schau ruhig ein bisschen genauer hin. Welcher Grade ist es? Steckt ein Zertifikat hinter der Aussage? Die meisten guten Marken sagen es dir gern, und die, die es nicht tun, haben deine Frage damit im Grunde auch beantwortet. Es ist dieselbe Sorgfalt, die ich in jede nachhaltige Sportbekleidung stecke, die ich empfehle, von Bio-Leggings über Yoga-Kleidung bis zu Sport-BHs. Denn diese Ehrlichkeit hast du von jeder Marke verdient, auch von meiner.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ROICA?
ROICA ist Asahi Kaseis Markenfamilie von Elasthan-Stretchfasern. Es ist kein eigener Stoff, sondern die Stretch-Komponente, die in Strick eingemischt wird, meist mit 5 bis 25 %. Die einzelnen Grades erfüllen verschiedene Zwecke: ROICA™ EF enthält vorindustriellen Recyclinganteil, ROICA™ V550 ist auf schnelleren Abbau ausgelegt.
Welche Stoffe sollte man meiden?
Statt Fasern pauschal zu verbannen, meide ich lieber: Kleidung mit schmutz- oder wasserabweisender Veredelung, solange die Marke keine PFAS-Freiheit bestätigt; billige Drucke und Plastisol-Logos; unzertifizierte Synthetik eng auf der Haut; und alles, wo die Marke ihre Farbstoffe oder Zertifikate nicht nennen kann. Die Faser ist nur ein Signal, in der Veredelung steckt der Rest.
Was sind die Nachteile von Elasthan?
Es ist fossil, energieintensiv in der Herstellung, nicht auf biologischen Abbau ausgelegt und blockiert das Textilrecycling: Schon kleine Anteile stören die Faserrückgewinnung. In hoher Konzentration staut es außerdem Wärme auf der Haut. Sein unersetzlicher Vorteil ist die Rückstellkraft, und genau deshalb setzen selbst nachhaltige Marken es in kleinen Mengen ein.
Was ist eine Alternative zu Elasthan?
Mechanische Stretch-Strickwaren, Naturkautschukgarne, biobasiertes Elasthan sowie verbesserte Grades wie recyceltes ROICA EF oder abbaubares ROICA V550. Jede Option macht Kompromisse bei Stretch, Rückstellkraft, Haltbarkeit oder Verfügbarkeit. Keine ersetzt herkömmliches Elasthan in jedem Kleidungsstück.
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