Table of Contents
#Involve your kids in saving the planet I Kleine können Großes – Bienen retten
This page may contain affiliate links. We may earn a commission on purchases, at no additional cost to you. Learn more →
Wir schreiben das Jahr 2019 im Zeitalter des schlechten Gewissens, inkarniert in einem 16 Jahre alten Mädchen namens Greta, die eine Bewegung für ein umweltbewusstes Leben in Gang gesetzt hat. Ebenso unvorstellbar, wie wir vor 30 Jahren noch ohne Handy zurechtkommen konnten, ist es, wie unbekümmert wir Alufolie für das Pausenbrot benutzten, uns ein Dieselauto kauften oder gedankenverloren den Cocktail durch einen Strohhalm schlürften.
Am 15. März 2019 nahmen nach Angaben von Fridays for Future in Deutschland mehr als 300.000 Menschen am internationalen Klimastreik teil.
© Markus Spiske, unsplash
Ich habe einen neunjährigen Sohn namens Rocco. Als ich so alt war wie er, machten wir uns Sorgen wegen des kalten Krieges und der schädlichen Atomenergie.
Roccos Themen sind Erderwärmung, die Vermüllung unseres Planeten und ein umweltbewusstes Leben. Zu Hause wird über Erderwärmung gesprochen, in der Schule, bei Geolino und auch in den von meinem Sohn heißgeliebten Dokumentarfilmen über die Erde. Im Netz, im Fernsehen oder auf Plakaten – täglich werden wir konfrontiert mit Müllwellen, Schildkröten mit Strohalmen in den Nasen oder Walen, die an Plastik in ihren Mägen verenden. Mein Sohn ist es gewohnt, dass ich im Supermarkt meine eigenen Frischhaltebehälter dabeihabe und das Brot in Beutel verstaue oder am Strand Müll anstatt Muscheln sammle.
Schwerlich zu ignorieren sind die vermüllten Strände auf der ganzen Welt.
©
Daria Shevtsova, pexels
So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass er mich bei unserem diesjährigen Start in die Eissaison tadelte: „Mama, du machst zu viel Müll!“, woraufhin er genüsslich in seine Waffel biss, und ich nur betreten auf meinen Becher und den rosa Plastiklöffel schaute. Ich hatte mein Körperbewusstsein über ein umweltbewusstes Leben gestellt. Aber wie einem eis- und waffelversessenen Neunjährigen erklären, dass ich mir zwar ein Eis gönne, aber zumindest auf die Kalorien der Waffel verzichten möchte?
Kleine können Großes
Lange Rede, kurzer Sinn, Rocco und ich haben beschlossen, Maßnahmen zu ergreifen, die in unseren Möglichkeiten liegen, um – wenn auch nur ein kleines bisschen – dazu beizutragen, dass wir umweltbewusst leben und ein kleines Stückchen unseren Planeten retten.
Nach einem kurzen Brainstorming haben wir folgende Liste erstellt:
Bienen retten
Wir haben beschlossen, mit einem kleinen Projekt für Bienen und andere Insekten zu beginnen. Der Frühling 2019 passte für unseren Garten gut dazu. Je nach Standort und Saatmischung kommt für eine Wildblumenwiese auch eine Aussaat im Herbst infrage. In Bayern bewegte damals das Volksbegehren zum Artenschutz viele Menschen, und Wildblumensamen lagen sogar in Buchläden.
Über das Bienensterben wird viel gesprochen. Dabei lohnt sich die Unterscheidung: Honigbienen werden von Imkerinnen und Imkern gehalten; Wildbienen umfassen viele verschiedene Arten mit unterschiedlichen Lebensweisen und Bedürfnissen. Eine pauschale Vier-Jahre-Prognose für das Überleben der Menschen nach einem Aussterben der Bienen ist wissenschaftlich nicht belegt. Für unser Gartenprojekt brauchen wir solche Zuspitzungen nicht – wir möchten einfach mehr Nahrung und Lebensraum für Insekten schaffen.
In Bedrängnis: die Wildbiene
Eine 2017 in PLOS ONE veröffentlichte Studie schätzte über 27 Jahre einen saisonalen Rückgang der Biomasse fliegender Insekten um 76 Prozent. Untersucht wurden 63 Schutzgebiete in Deutschland. Das ist weder eine weltweite Zählung aller Insekten noch eine Messung allein der Wildbienen. Der Befund hat uns trotzdem beschäftigt: Ein Garten mit vielfältigen Blüten und Rückzugsorten ist ein kleiner Beitrag, den wir selbst gestalten können.
Nachdem Rocco und ich dann auch noch im Fernsehen gesehen haben, dass in China Menschen Blüten per Hand mit einem Wattebausch bestäuben, gingen bei uns die Alarmglocken an und wir beschlossen, einen Teil unseres Gartens zum Bienen- bzw. Insektenparadies zu machen.
© Vanessa Bohórquez-Schulz
Hier soll die Blumenwiese entstehen: auf ca. 12 m2
- Erst haben wir unseren Garten in Augenschein genommen und einen Bereich gefunden, der sich für eine Blumenwiese eignet: nicht zu nah am Nachbarn und an der Fußballwiese, außerdem leicht zu bewässern und sonnig!
© Vanessa Bohórquez-Schulz
Wähle möglichst standortheimische Wildblumen, deren Blütezeiten sich ergänzen. Eine zur Region passende Mischung ist hilfreicher als ein beliebiges „Bienen“-Etikett. Die Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca) gehört auf die EU-Liste invasiver Arten und ist keine geeignete Empfehlung für dieses Gartenprojekt.
- Da man im Gartenmarkt um die Ecke nicht unbedingt ökologisch erzeugte Blumensamen bekommt, haben wir uns auf der NABU-Seite informiert und dann bestellt.
Dieser Schritt ist nicht zu unterschätzen: Umgraben ist harte körperliche Arbeit! Unbedingt mehr Zeit und/oder Helfer einplanen.
- Jetzt heißt es: ANPACKEN! Erst muss die Erde umgegraben und dann gelockert werden. Das klingt einfacher, als es ist! Wir hatten dafür einen Vormittag eingeplant, aus dem ganze drei Vormittage wurden!

Locker aus dem Handgelenk aussäen.
- Das Säen ging dann ganz fix: Wir haben das Saatgut mit Reis „gestreckt“, um ein besseres Gefühl für die Menge zu bekommen. Wie viel Saatgut pro Quadratmeter nötig ist, steht auf der jeweiligen Mischung. Zum gleichmäßigen Verteilen eignet sich zum Beispiel Sand; streue nicht zu dicht.
Bei vielen Wildblumenmischungen wird das Saatgut nur angedrückt. Beachte die Aussaatanleitung deiner Mischung, statt alle Samen gleich tief einzuarbeiten.
- In Ermanglung einer Rasenwalze haben wir den Wiesenbereich einfach plattgetreten
- Jetzt heißt es, die Aussaat passend zur Witterung feucht zu halten und Geduld zu haben. Die Keimdauer unterscheidet sich je nach Art und Bedingungen; eine feste Wartezeit von fünf Wochen gilt nicht für jede Mischung. Eine hilfreiche Anleitung zur Wildblumenwiese bietet der NABU.
Fortsetzung folgt...
© Roland Schulz
Vanessa
Vanessa ist freie Autorin und Journalistin. Seit sie Mutter ist, hat sich ihre Weltanschauung komplett verändert. Soziales Engagement und Nachhaltigkeit spielen jetzt eine große Rolle in ihrem Leben. Sie setzt sich für die Integration neuer Mitbürger ein und reist gerne mit der Familie durch die Welt. Ihre schlechte Co2-Bilanz versucht sie durch kleine Maßnahmen im Alltag zu kompensieren.
* Werbung: Dieser Artikel enthält mit * gekennzeichnete Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder qualifizierten Gesundheitsdienstleisters. Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und von unserem Team redaktionell geprüft und freigegeben. Alle geäußerten Meinungen sind unsere eigenen.















Hinterlasse einen Kommentar