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Artikel: Pflanzen fürs Kinderzimmer: 5 Arten bewusst auswählen

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    Pflanzen fürs Kinderzimmer: 5 Arten bewusst auswählen

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    Ein bisschen Grün macht das Kinderzimmer lebendig. Gemeinsam gießen, neue Blätter entdecken und einen Ableger großziehen: Pflanzen können wunderbare Begleiter im Familienalltag sein. Bei der Auswahl zählen die konkrete Pflanzenart, der Standort und das Alter deiner Kinder.

    Wir schauen uns fünf bekannte Zimmerpflanzen an und erklären, was bei ihrer Pflege und Platzierung wichtig ist. Grünlilie, Aloe Vera und Co. haben unterschiedliche Bedürfnisse – und nicht jede gehört in die Reichweite kleiner Kinder.

    Foto von Brina Blum auf Unsplash

    Was Pflanzen im Kinderzimmer leisten können

    Pflanzen und Sauerstoff

    Bei Licht bilden grüne Pflanzen durch Photosynthese Sauerstoff. Einzelne Zimmerpflanzen liefern aber keinen Ersatz für frische Luft. Auch beim Bogenhanf ist die nächtliche CO₂-Aufnahme nicht mit einer nächtlichen Sauerstoffproduktion gleichzusetzen. Mehr zu diesem besonderen Stoffwechsel findest du bei der Arizona State University.

    Was Laborversuche über Luftreinigung aussagen

    Für ein angenehmes Raumklima sind regelmäßiges Lüften und möglichst geringe Schadstoffquellen sinnvoll. Topfpflanzen können unter Laborbedingungen bestimmte flüchtige Stoffe aufnehmen. Eine Auswertung von zwölf Studien zeigt jedoch, warum sich daraus keine wirksame Luftreinigung durch ein paar Pflanzen im normalen Zimmer ableiten lässt. Eine Pflanze ist deshalb auch kein verlässlicher Filter für Mikroplastik oder Allergene.

    Gutes für Körper und Geist

    Ein grüner Lieblingsplatz kann sich einfach schön anfühlen. Und beim Pflanzenpflegen lernen Kinder, aufmerksam zu beobachten: Ist die Erde trocken? Kommt ein neues Blatt? Solche kleinen Entdeckungen stehen für uns im Mittelpunkt. Eine Behandlung von Asthma, Allergien oder Schlafproblemen lässt sich daraus nicht versprechen.

    Fünf Pflanzen und worauf du achten solltest

    Die Grünlilie

    Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist pflegeleicht und bildet kleine Ableger, die ihr gemeinsam einpflanzen könnt. Sie kommt mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen zurecht, mag aber keine pralle Sonne. Gießt sie passend zum Standort und lasst sie nicht dauerhaft im Wasser stehen. Die oft zitierte NASA-Untersuchung ist kein Nachweis dafür, dass eine Grünlilie im Kinderzimmer 90 Prozent der Schadstoffe entfernt. Ihr schöner Alltagsnutzen liegt für uns im gemeinsamen Gärtnern.

    Foto von Lucian Alexe auf Unsplash 

    Aloe Vera

    Die Aloe Vera mag einen hellen Platz und durchlässige Erde. Zwischen dem Gießen darf das Substrat abtrocknen. Ihre fleischigen Blätter sind spannend anzuschauen, gehören aber nicht in Kinderhände zum Naschen oder zur eigenen Hautbehandlung: Blattbestandteile können beim Verschlucken Beschwerden und bei Kontakt Hautreizungen auslösen. Für ein Zimmer, in dem kleine Kinder alles in den Mund nehmen, ist sie nur an einem sicher unerreichbaren Standort eine Option.

    Foto von Alanah Light auf Unsplash 

    Bogenhanf

    Der Bogenhanf (Dracaena trifasciata) kann über seinen CAM-Stoffwechsel nachts CO₂ aufnehmen und speichern. Die lichtabhängigen Schritte der Photosynthese finden am Tag statt. Als Ersatz fürs Lüften eignet er sich nicht. Wenn du ihn magst, wähle ihn wegen seiner schönen Blätter und der unkomplizierten Pflege.

    Bogenhanf verträgt trockene Phasen und braucht durchlässiges Substrat. Gieße sparsam und vermeide Staunässe. Seine Pflanzenteile können beim Verschlucken Beschwerden verursachen; auch Haustiere sollten nicht daran knabbern. Ein sicherer Standort außerhalb der Reichweite ist deshalb Voraussetzung. Ein Schutz vor Asthma, Kopfschmerzen oder Augenreizungen ist für diese Nutzung nicht belegt.

    Jasmin

    Jasmin begeistert mit seinen Blüten und seinem Duft. Für die Pflege kommt es auf die genaue Art an; der RHS-Ratgeber hilft bei der Auswahl. Prüfe vor dem Kauf, ob euch der Duft im Zimmer angenehm ist. Häufig zitierte Laborversuche zu einzelnen Duftstoffen untersuchten unter anderem Mäuse und Nervenzellen. Sie belegen nicht, dass eine Jasminpflanze Schlafprobleme bei Kindern lindert. Kaufe außerdem nach botanischem Namen: Unter ähnlichen Trivialnamen können unterschiedliche Pflanzen angeboten werden.

    Zyperngras

    Zyperngras (Cyperus alternifolius) liebt feuchte bis nasse Erde und eignet sich zum Beobachten und gemeinsamen Pflegen. Ein heller Platz mit Schutz vor intensiver Sonne passt gut; ein dunkler Winkel ist keine gleichwertige Alternative. Über die Blätter gibt es Wasser an die Luft ab. Wie stark sich dadurch die Luftfeuchtigkeit im Zimmer verändert, hängt von Pflanzengröße, Raum und Lüftung ab – eine feste Prozentzahl hilft hier wenig. Behalte die Feuchtigkeit im Raum im Blick, besonders wenn ihr viele Pflanzen habt.

    Pflanzen nachhaltig einkaufen

    Beim Einkauf lohnt sich eine Gärtnerei, die dir Herkunft, Anbau und Pflege erklären kann. Das Fairtrade-Siegel gibt es auch für Topfpflanzen. Wenn du Bio-Pflanzen suchst, prüfe die Kennzeichnung des konkreten Angebots. Das Siegel Fair Flowers Fair Plants wurde zum 1. Januar 2018 eingestellt.

    Wir kaufen Pflanzen gern vor Ort und unterstützen damit lokale Gärtnereien. Frage auch nach, wo die Pflanzen aufgezogen wurden: Ein Laden in der Nähe bedeutet nicht automatisch eine regionale oder besonders emissionsarme Produktion. Eine passende Pflanze, an der du lange Freude hast, ist für uns die schönste Wahl.

    Vielleicht haben Freunde oder Familie schon eine Pflanze, von der ihr einen Ableger bekommen könnt. Gerade bei Grünlilien macht das gemeinsam mit Kindern Spaß. Lasst euch die genaue Art und ihre Pflege erklären und wählt einen sicheren Standort. So wird aus einer kleinen Pflanze vielleicht euer nächstes gemeinsames Projekt.

    Welche Pflanze passt zu eurem Alltag? Eine Grünlilie zum Vermehren, ein feuchtigkeitsliebendes Zyperngras oder eine andere Art, die ihr gemeinsam entdeckt? Erzähle uns gern von euren Erfahrungen. Für uns zählt die Freude an der Natur – mit einer Auswahl, die zum Alter deiner Kinder und zu eurem Zuhause passt.

    Foto von Katya Austin auf Unsplash

    Für kleine Entdecker: Pflanzen, Erde und Dünger gehören nicht in den Mund. Aloe Vera und Bogenhanf sind beim Verschlucken nicht unbedenklich; stelle sie sicher außer Reichweite oder wähle eine andere Art. Auch bei Haustieren muss die genaue Pflanzenart passen. Achte außerdem auf standfeste Töpfe, damit beim Spielen nichts herunterfallen kann.

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    2 Kommentare

    Also der Bogenhanf sollte auch nicht gegessen werden. Meine Kinder haben nie versucht in eine grüne Pflanze zu beißen. Das ist wie mit grünem Gemüse, da haben sie eine natürlich integriertes Abwehrsystem. 😉

    Nicki

    Vorsicht.
    Bogenhanf enthält Saponine und ist für Mensch und Tier giftig.

    Bei Jasmin muss man stark aufpassen. Nicht jede Sorte ist da bedenkenlos. Nur die Sorten des „Jasminum“ sind ungiftig. Leider wird oft falscher Jasmin als echter verkauft und oftmals auch Sternjasmin, bei denen sind alle Pflanzenteilen giftig, sogar schon beim anfassen. Und auch beim einatmen können sie die Atemwege reizen.

    Hermann

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